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SUP-Bekleidung – der richtige Kälteschutz

Die Wahl der richtigen SUP-Bekleidung richtet sich nach der Temperatur von Luft und Wasser. Das Outfit soll in erster Linie vor Kälte schützen. Je nach Wetter spielt auch der Schutz vor UV-Strahlung eine Rolle. An warmen Sommertagen oder beim Stand-up Paddeln in tropischen Revieren reichen Boardshorts und Bikini aus. Denkt aber immer daran: Sobald es kälter wird, kann im Fall der Fälle eine Unterkühlung drohen.

Wichtig ist dabei auch, welchen SUP Einsatz ihr plant. Gemütlich über ein ruhiges Gewässer cruisen, eine große offene Wasserfläche überqueren oder mit dem SUP zum Surfen in die Welle gehen? Die SUP-Bekleidung sollte zur ausgeübten Tätigkeit passen.

Beim SUP Surfing in der Welle ist dies immer ein Neoprenanzug, der vor allem vor kühlen Wassertemperaturen schützt. Beim reinen Paddeln kann dieser aber schnell zu warm werden.

SUP Bekleidung sollte immer passend zur Temperatur von Wasser und Luft gewählt werden
Die Bekleidung wird je nach Luft- und Wassertemperatur gewählt

Das Stand-up Paddling Outfit sollte immer die Funktion bieten, dass ihr auch nach einem Fall ins Wasser auf dem Board nicht auskühlt. Oder beim Verlust des Boards einen möglicherweise weiten Weg ans rettende Ufer ohne Unterkühlung schafft.

In den kalten Jahreszeiten erfüllen atmungsaktive Trockenanzüge diese Anforderung am besten. Im Folgendem stellen wir beide Anzugvarianten vor.

SUP-Bekleidung aus Neopren

Wetsuit ist die englische Bezeichnung für einen Surfanzug aus Neopren. Neoprenanzüge gibt es in verschiedenen Ausführungen, die je nach Wasser- oder Lufttemperatur zum Einsatz kommen. Ein Wetsuit sollte immer genau passen, also nicht zu locker sitzen, sondern körpernah anliegen. Deshalb der Tipp: Vor dem Kauf solltet ihr den Neoprenanzug im Shop probetragen, damit er richtig passt.

Beim Stand-up Paddeln befindet sich ein Paddler meist auf dem Board, deshalb kann es schnell zu warm werden, wenn aktiv gepaddelt wird und weder Wind noch Wasser kühlen. Wichtig ist aber, dass der Anzug wenn ihr euer Board verliert, warm genug hält, um das Ufer sicher schwimmend zu erreichen. In unseren Breiten ist für Stand-up Paddler, wenn auf ruhigen Gewässern ohne Welle gepaddelt wird, bis auf den Winter meist ein Kurzarm Steamer (kurze Arme, lange Beine) ausreichend. Im Sommer kann auf einen Anzug oft ganz verzichtet werden, wenn nah am Ufer gepaddelt wird und weder Strömung noch starker Wind zu erwarten sind.

Die Wärmeisolation

Neopren ist ein dehnbares und wärmeisolierendes Material. Im Inneren sorgen winzige Lufteinschlüsse für die Isolation. Zwischen dem eng anliegenden Surfanzug und dem Körper bildet sich eine warme Luftschicht. Durch Ärmel, Beinöffnungen, Kragen, Reißverschluss und nicht verklebte Nähte eindringendes Wasser wird so rasch auf die Körpertemperatur erwärmt.

Die Neoprenschicht verhindert zum einen, dass die Körperwärme nach außen abgeleitet wird und zum anderen, dass die kühleren Außentemperaturen von Wasser und Luft an den Körper gelangen können. Je nach Dicke und Oberflächenbeschaffenheit des Neoprens findet dieser Wärmeaustausch schneller oder langsamer statt.

Das Material

Beim Neopren unterscheidet man im wesentlichen zwischen doppeltkaschiertem und Glatthaut-Neopren. Diese beiden Arten unterscheiden sich durch die Struktur der Oberflächen.

Beim doppeltkaschierten Neopren ist auf beiden Seiten ein strapazierfähiges Gewebe aufgebracht. Es ist sehr widerstandsfähig und dehnbar, verstärkt andererseits aber den Auskühlungseffekt, da das Wasser von der Außenseite nicht abläuft, sondern im Gewebe sitzen bleibt.

Glatthaut-Neopren (manchmal Haihaut genannt) hat auf der Außenseite eine glatte, geschlossene Oberfläche. Diese kann mit winzigen Vertiefungen versehen sein, die zur Vergrößerung der Oberfläche beiträgt und diese dadurch widerstandsfähiger gegenüber mechanischer Beanspruchung machen. Glatthaut-Neopren ist bei gleicher Materialstärke wärmer als doppeltkaschiertes, da das Wasser von der Oberfläche ablaufen kann und so kaum Verdunstungskälte entsteht.

SUP-Trockenanzüge

Trockenanzüge sind wasserdicht, aber gleichzeitig atmungsaktiv. Das Prinzip kennt man von Regen-und Winterbekleidung. Ein Laminat aus mehreren dünnen Textilschichten sorgt dafür, dass Wasser in Tropfenform nicht von außen eindringen kann, aber Wasser in Dampfform von innen nach außen entweicht. An den Beinen, Armen und am Hals dichten Latexmanschetten gegen eindringendes Wasser ab. Fällt man vom Board, dann nimmt das Material kein Wasser auf, die verbleibenden Tropfen lassen sich nach dem Aufsteigen aufs Board wieder abschütteln.

Je nach Jahreszeit kann man passende Kleidung als First Layer unter dem Anzug tragen. Trockenanzüge sind deshalb für kalte Temperaturen bis unter null Grad geeignet, da die erforderliche Wärmeisolierung zusätzlich durch die unter dem Anzug getragene Kleidung gewährleistet wird.

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